Kakteen-Forum (Archiv)


Re: Trauermücke + neuer Beitrag


Abgeschickt von Rüdiger B. am 23 September, 2000 um 09:54:

Antwort auf: Re: Trauermücke von Rudolf am 23 September, 2000 um 08:23
Der neue Beitrag offenbart einige weitere Facetten ! Das Substrat mag bei der Aussaat zwar rein mineralisch gewesen sein, wenn jetzt aber Algen darin siedeln, ist es das nicht mehr. Die kleinen Würmchen scheinen mir Larven von ( Humus-)Mücken ( davon gibt es ziemlich viele Arten )zu sein. Auch Larven und Vollinsekten können sich nicht von Wasser und Gestein ernähren, sie sind auf organisches Material angewiesen, also Algen und Kakteenwurzeln.
Einige weitere Hilfsfragen :
Ist auch der Dünger rein mineralisch ?
Wurden die Sämlinge in etwas gröberes Substrat mit besserer Luftführung umpikiert ? ( Im Wurzelbereich ist vor allem feuchte Luft wichtig, nicht so sehr der direkte Kontakt mit nassem Substrat, das wiederum von den Larven bevorzugt wird ).

Eine Bekämpfung umfasst drei Schritte :
Gegen die Larven kann eigentlich wirklich nur systemisches Gift helfen !
Die Eientwicklung ist ein sehr empfindliches Stadium und kann nur auf gleichmäßig feuchtem Substrat erfolgen - ein gelegentliches Austrocknen der oberen Millimeter im Substrat tötet alle in der Entwicklung befindlichen Eier.
Die Vollinsekten müssen z.B. durch Wegfangen mit Gelbtafeln bzw. trockene, humusfreie Substratoberflächen ( ich habe gute Erfahrungen mit Perlite an der Oberfläche gemacht/ Quarzsand ist sehr schlecht geeignet ) an der Eiablage gehindert werden ( evtl. ist auch ein in der Nähe aufgestellter Topf mit feuchtem Humus ( der regelmäßig gewechselt wird )eine für die Mücken attraktivere Ablagea als das Kakteensubstrat.

Rote Spinne ist es jedenfalls nicht, denn die liebt die Trockenheit und der Entwicklungszyklus findet nicht im Boden statt sondern am Scheitel der Pflanze.


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