Kakteen-Forum (Archiv)


Re: Hiilfe mein Ohrenkaktus stirbt...


Abgeschickt von Bernhard Wolf am 10 November, 2005 um 14:50

Antwort auf: Hiilfe mein Ohrenkaktus stirbt... von Bianca am 10 November, 2005 um 12:55
Hallo Bianca,
auch wenn die Antwort auf eine solche Frage im Forum und überall im Netz wohl schon hunderte Male zu lesen sein wird:

Es war ein großer Fehler, den Steckling sofort zu gießen. Nach zwei Tagen Reise hat deine Opuntia (dein "Ohren"kaktus) noch überhaupt nichts von ihrer Kraft verloren, wahrscheinlich hätte sie ohne Probleme auch eine 2-monatige Reise besser überlebt als ein zu frühes Wässern.

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen darf man Kakteen(-ableger) nach dem Ein(Um)topfen auf gar keinen Fall angießen!

Wenn auch die Seitentriebe deiner Pflanze bereits gelb werden, ist es vermutlich schon zu spät, sie zu retten. Aber versuchen kannst du's ja:
Nimm die Seitentriebe ab und schneide mit einem sauberen und scharfen Messer die gelben/grauen Stellen vollständig weg (am besten so, dass der Trieb nach unten hin etwas spitz zuläuft). Die Leitbündel im Stamm (in der Mitte des Ohrs) dürfen keine Verfärbungen mehr haben. Nach Möglichkeit bestäube die frischen Schnittstellen mit Aktivkohle-Pulver (Apotheke).
Lass das Ganze mindestens zwei bis drei Wochen trocknen und stecke die Triebe dann in trockene(!) Erde. Stelle die Töpfe an einen kühlen (< 15°!), nicht zu sonnigen Ort. Dort lässt du sie stehen, und zwar am besten bis Mitte oder Ende März!! Sollten sie dann wieder anfangen zu wachsen, kannst du sie vorsichtig (!) angießen. Auch wenn's schwerfällt, weil Opuntien in der Winterruhe nach monatelanger Trockenheit mitunter ein erbärmliches Bild abgeben: auf gar keinen Fall bekommen sie früher Wasser!!!
Es darf dafür aber nicht zu warm sein, als zieh' das nicht im warmen Wohnzimmer durch, dann schon lieber im Keller.
Du solltest die Plfanze natürlich immer wieder mal auf ihren Zustand untersuchen.

Also, nochmal kurz zusammengefasst: sauber beschneiden, trocknen lassen, bis März kühl und trocken stellen und hoffen.

Viel Glück,
Bernhard


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